Schreiben
Danach kannst du Mails, Briefe, Beschwerden und Bewerbungen mit Claude schreiben, die nach dir klingen.
Stand 22. Oktober 2026 · Wir prüfen die Inhalte regelmäßig gegen die aktuellen Programme. Was ist neu?
Schreiben ist eine der größten Stärken von Claude. Ohne Hilfe klingen seine Texte aber oft glatt und ein bisschen nach Werbebroschüre. In dieser Lektion zeigst du Claude, wie du schreibst. Danach bekommst du Mails, Briefe, Beschwerden und Bewerbungen, die du mit gutem Gefühl abschicken kannst.
Schritt für Schritt
Sammle eine Stilprobe. Such zwei oder drei Texte, die du selbst geschrieben hast und die dir gefallen. Zum Beispiel eine längere Nachricht an eine Freundin, eine Mail an einen Handwerker, ein Brief an eine Behörde. Entferne Namen, Adressen und Nummern.
Lass Claude deinen Stil beschreiben.
Hier sind drei Texte, die ich selbst geschrieben habe: … Beschreib meinen Schreibstil in höchstens acht Stichpunkten: Satzlänge, Anrede, Ton, typische Wörter, was ich nie schreiben würde. Diese Beschreibung will ich dir später immer mitgeben.
Speicher die Stilbeschreibung. Kopier Claudes Stichpunkte in deine Gedächtnis-Notiz „Wichtiges“ (Lektion 2.4) oder in die Anweisungen eines Projekts „Schreiben“ (Lektion 2.5). Dann musst du die Stilprobe nicht jedes Mal neu geben.
Schreib eine Alltags-Mail. Gib Claude die Eckdaten in Stichpunkten, nicht den fertigen Text.
Schreib in meinem Stil eine Mail an die Hausverwaltung. Punkte: Heizung im Bad seit einer Woche kalt, schon zweimal angerufen, bitte Termin diese Woche, ich bin vormittags da. Kurz und freundlich, aber bestimmt.
Schreib eine Beschwerde, die wirkt. Bei Beschwerden hilft Claude dir, sachlich zu bleiben, auch wenn du dich ärgerst. Erzähl ruhig, wie wütend du bist. Claude macht daraus einen klaren Brief. Wenn es um Geld oder Rechte geht, prüf die rechtlichen Angaben selbst nach, zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale (siehe Lektion 2.6).
Ich bin sauer und will mich beschweren. Das ist passiert: … Schreib einen sachlichen Beschwerdebrief: was passiert ist, was ich erwarte, bis wann. Keine Drohungen, keine Beleidigungen. Behaupte keine Gesetze, die du nicht sicher kennst.
Schreib eine Bewerbung. Hier ist Ehrlichkeit wichtig. Claude soll nichts erfinden, was du nicht kannst.
Hier ist die Stellenanzeige: … Und hier sind Stichpunkte zu mir: … Schreib ein Anschreiben, höchstens eine Seite, in meinem Stil. Erfinde keine Erfahrungen. Wenn dir für eine Anforderung etwas fehlt, frag mich, statt es auszudenken.
Überarbeite eigene Texte. Claude muss nicht immer selbst schreiben. Oft ist es besser, er verbessert deinen Text.
Hier ist mein Entwurf: … Korrigier nur Rechtschreibung und Grammatik. Ändere nicht meinen Stil. Markier die Stellen, die du geändert hast.
Lies alles, bevor du es abschickst. Lies den Text einmal laut. Klingt er nach dir? Stimmen Daten, Namen und Beträge? Streich Floskeln wie „Ich hoffe, diese Nachricht erreicht Sie wohlauf“. Abschicken tust immer du, und du stehst für den Text ein.
Ich mache gerade die Lektion „2.7 Schreiben“ im AWA Campus und hänge bei diesem Schritt: … Erklär ihn mir bitte einfacher, Schritt für Schritt. Ich bin Anfänger.
- Claude deinen Schreibstil in Stichpunkten beschrieben hat und du die Beschreibung gespeichert hast,
- du mindestens einen echten Text (Mail, Brief oder Beschwerde) mit Claude geschrieben und selbst überarbeitet hast,
- du Platzhalter statt echter Namen und Nummern benutzt hast.
Wörter erklärt
- Stilprobe: ein paar eigene Texte, an denen Claude erkennt, wie du schreibst.
- Ton: wie ein Text klingt, zum Beispiel förmlich, locker, freundlich oder bestimmt.
- Floskel: eine leere Redewendung, die nichts aussagt.
- Platzhalter: ein Stellvertreter wie [NAME] statt der echten Angabe, die du später selbst einsetzt.
- Anschreiben: der Brief zu einer Bewerbung, in dem du sagst, warum du zur Stelle passt.