Vertiefung · Claude mit deinen Programmen und anderen KIs verbinden · Lektion K.1 · 12 Min.

Was Konnektoren und MCP sind – und was damit aus dem Chat heraus geht

Danach kannst du erklären, was ein Konnektor ist, warum MCP ein offener Standard ist, den auch andere KIs nutzen, und was Claude damit für dich tun kann – und was nicht.

Stand 23. Oktober 2026 · Wir prüfen die Inhalte regelmäßig gegen die aktuellen Programme. Was ist neu?

Bisher hat Claude mit dem gearbeitet, was du ihm in den Chat gibst. Mit Konnektoren kann er selbst in deinen Programmen nachsehen und dort etwas tun: einen Termin in deinen Kalender eintragen, einen Mail-Entwurf schreiben, eine Seite in Notion anlegen oder bei einer anderen KI ein Bild bestellen.

Dahinter steckt MCP, das Model Context Protocol. Man kann es sich vorstellen wie einen USB-C-Anschluss für KI: Ein Programm, das MCP „spricht“, kann mit jeder KI verbunden werden, die MCP versteht. Anthropic hat MCP im November 2024 als offenen Standard veröffentlicht. Seit Dezember 2025 wird er von einer neutralen Stiftung unter dem Dach der Linux Foundation betreut, und auch ChatGPT, Gemini und Microsoft Copilot nutzen ihn. Was du hier lernst, gilt also nicht nur für Claude.

Schritt für Schritt

Versteh die drei Begriffe.

  • Konnektor: die fertige Verbindung zwischen Claude und einem Dienst, etwa „Google Kalender“. Du findest sie in Claude in einem Verzeichnis.
  • MCP-Server: das Programm auf Seiten des Dienstes, das Claude sagt, was er dort tun kann, zum Beispiel „Termin anlegen“ oder „Mails suchen“.
  • Werkzeug (Tool): eine einzelne Fähigkeit eines Servers, etwa „Entwurf erstellen“. Ein Konnektor bringt meist mehrere Werkzeuge mit.

Sieh, was aus dem Chat heraus geht. Anthropic nennt selbst Beispiele wie Aufgaben in Linear anlegen, Nachrichten in Slack schicken oder Dateien in Google Drive durchsuchen. Je nach Konnektor geht noch viel mehr: Mail-Entwürfe in Gmail, Termine im Kalender, Rechnungen bei PayPal anlegen, Kundendaten aus einem CRM lesen, Bilder und Videos bei einer anderen KI erzeugen. Welche Richtungen es gibt, zeigt dir Lektion K.2.

Kenn die Grenzen.

  • Claude darf nie mehr als du selbst. Kannst du in einem Programm etwas nicht sehen, kann Claude es über den Konnektor auch nicht.
  • Bevor Claude in deinem Namen etwas tut, fragt er dich in der Regel um Erlaubnis. Diese Freigaben sind dein wichtigster Schutz (Lektion K.7).
  • Jeder Dienst verarbeitet die Daten nach seinen eigenen Bedingungen (Lektion K.8).

Frag Claude, was er schon kann. Vielleicht hast du schon Konnektoren verbunden, etwa Gmail aus dem Baustein „Morgenbericht“.

Sag Claude:Welche Konnektoren habe ich gerade verbunden, und was kannst du damit für mich tun? Erklär es mir in einfachen Worten, mit je einem Beispiel.

Schreib dir drei Wünsche auf. Was würdest du Claude gern direkt in deinen Programmen erledigen lassen? Zum Beispiel: „Jeden Freitag meine offenen Rechnungen zusammenfassen“, „Aus einer Idee ein Bild für Instagram machen“. Diese Liste brauchst du in K.2.

Hängst du irgendwo fest? Frag deinen Claude – so oft du willst, auch zu jedem einzelnen Schritt.
Sag Claude:Ich mache gerade die Lektion „K.1 Was Konnektoren und MCP sind – und was damit aus dem Chat heraus geht“ im AWA Campus und hänge bei diesem Schritt: … Erklär ihn mir bitte einfacher, Schritt für Schritt. Ich bin Anfänger.
Geschafft, wenn …
  • du Konnektor, MCP-Server und Werkzeug in eigenen Worten erklären kannst,
  • du weißt, dass MCP ein offener Standard ist, den auch andere KIs nutzen,
  • du drei Wünsche aufgeschrieben hast, was Claude in deinen Programmen für dich tun soll.
Wörter erklärt
  • MCP (Model Context Protocol): ein offener Standard, über den KI-Programme mit anderen Programmen arbeiten.
  • Konnektor: eine fertige Verbindung zwischen Claude und einem Dienst.
  • MCP-Server: das Programm, das einem KI-Assistenten die Fähigkeiten eines Dienstes anbietet.
  • Werkzeug (Tool): eine einzelne Fähigkeit, zum Beispiel „Termin anlegen“.
  • Offener Standard: eine Regel, die jeder kostenlos nutzen darf, nicht nur eine Firma.