Website oder Web-App – und was du wirklich bauen solltest
Danach weißt du, was eine Web-App von einer Website unterscheidet, welche Idee sich für den Einstieg eignet und wann ein fertiges Werkzeug die bessere Wahl ist.
Stand 23. Oktober 2026 · Wir prüfen die Inhalte regelmäßig gegen die aktuellen Programme. Was ist neu?
In Stufe 3 hast du eine Website gebaut: Seiten, die etwas zeigen. Eine Web-App kann mehr. Sie merkt sich etwas, zum Beispiel Eintragungen, Termine oder Bestellungen. Mehrere Menschen können sie benutzen, jeder mit eigener Anmeldung, und jeder sieht nur, was er sehen darf. Sie läuft im Browser, am Rechner wie am Handy, ohne dass jemand etwas installieren muss.
Mit Claude Code kannst du so etwas bauen, ohne programmieren zu können. Aber eine Web-App hat mehr Verantwortung als eine Website: Wo Daten von Menschen liegen, muss die Sicherheit stimmen. Darum gehen wir in dieser Vertiefung Schritt für Schritt vor, und an jeder Stelle steht, was es kostet und wohin die Daten gehen.
Unser Beispiel: Max Muster organisiert im Sportverein die Helfer fürs Sommerfest. Bisher läuft das über eine WhatsApp-Gruppe und eine Zettelliste. Er baut sich eine Helferliste: Mitglieder melden sich an, sehen die Dienste und tragen sich ein. Nur Max kann Dienste anlegen.
Schritt für Schritt
Versteh die drei Teile einer Web-App.
- Oberfläche (englisch „Frontend“): das, was man im Browser sieht und anklickt.
- Datenbank: der Ort, an dem die App sich alles merkt, zum Beispiel wer sich für welchen Dienst eingetragen hat.
- Anmeldung und Rechte: wer überhaupt hinein darf und wer was sehen oder ändern darf.
Bei der Website aus Stufe 3 gab es nur Teil 1.
Sammle deine Ideen. Gute erste Web-Apps sind klein und haben wenige Nutzer:
- eine Helferliste oder Schichtplanung für Verein, Kita oder Nachbarschaft,
- ein Verleih-Buch („Wer hat die Leiter?“),
- eine Wunschliste für Familie oder Freunde,
- für Selbstständige: eine Anfrage- oder Auftragsliste nur für dich und dein Team.
Ich bin [Beruf/Lebenslage]. Schlag mir fünf kleine Web-Apps vor, die mir oder meinem Umfeld Zeit sparen. Für jede: wer sie nutzt, was sie sich merkt, wie heikel die Daten sind.
Prüf deine Idee mit der Ampel.
- Grün, bauen: wenige Nutzer, die du kennst, keine heiklen Daten (keine Gesundheitsdaten, keine Kontodaten), ein Fehler wäre ärgerlich, aber nicht schlimm.
- Gelb, bauen mit Sorgfalt: Kundendaten, Geschäftsabläufe, viele Nutzer. Dann gehören Datenschutz-Verträge und gründliche Tests dazu (Lektion W.7 und W.8).
- Rot, nicht allein bauen: Zahlungen, Gesundheitsdaten, Daten von Kindern, alles, wo ein Fehler Menschen schaden kann. Hier holst du dir Fachleute dazu.
Frag dich ehrlich: Gibt es das schon fertig? Für viele Ideen reicht ein vorhandenes Werkzeug: Google Formulare oder eine geteilte Tabelle für einfache Listen, ein Terminbuchungsdienst für Termine. Selbst bauen lohnt sich, wenn es genau zu dir passen soll, wenn du die Daten bei dir behalten willst oder wenn du dabei lernen willst.
Leg dich auf eine Idee fest. Schreib in zwei Sätzen auf: Wer nutzt die App, und was soll sie sich merken? Max schreibt: „Vereinsmitglieder tragen sich für Helferdienste beim Sommerfest ein. Die App merkt sich Dienste und wer sich eingetragen hat.“
Ich mache gerade die Lektion „W.1 Website oder Web-App – und was du wirklich bauen solltest“ im AWA Campus und hänge bei diesem Schritt: … Erklär ihn mir bitte einfacher, Schritt für Schritt. Ich bin Anfänger.
- du die drei Teile einer Web-App erklären kannst,
- du eine Idee mit der Ampel geprüft hast und sie auf Grün steht,
- du in zwei Sätzen aufgeschrieben hast, wer sie nutzt und was sie sich merkt.
Wörter erklärt
- Web-App: ein Programm, das im Browser läuft und sich Daten merkt, oft mit Anmeldung.
- Frontend: die sichtbare Oberfläche einer App.
- Datenbank: ein geordneter Speicher, in dem eine App ihre Daten ablegt.
- Nutzer: die Menschen, die sich in einer App anmelden und sie benutzen.