Wiederkehrendes abgeben: deine erste Funktion
Danach hat dein Assistent eine erste kleine Funktion, die nur liest oder Entwürfe macht, und du weißt, wie du aus „Mich nervt …“ eine neue Funktion machst.
Stand 23. Oktober 2026 · Wir prüfen die Inhalte regelmäßig gegen die aktuellen Programme. Was ist neu?
Jetzt gibst du die erste wiederkehrende Aufgabe ab. Du erzählst deinem Assistenten, was dich nervt. Er fragt nach, rechnet aus, ob es sich lohnt, und macht dir einen Vorschlag mit Kosten und Risiken. Erst nach deinem Ja baut er eine Funktion, also ein kleines Programm in seinem Ordner, das diese Aufgabe künftig erledigt. Die erste Funktion sollte klein sein und nur lesen. Wie sie später von allein zu einer festen Uhrzeit läuft, kommt in Lektion 4.6.
Schritt für Schritt
Kenn die drei Stufen. Jede Funktion hat eine Stufe. Sie sagt, wie viel sie selbst tun darf:
- Grün, nur lesen: schaut nur und fasst zusammen, ändert nichts.
- Gelb, Entwurf: bereitet etwas vor, zum Beispiel einen Mail-Entwurf. Abschicken tust du selbst.
- Rot, selbst handeln: erledigt etwas allein, zum Beispiel verschicken. Fragt trotzdem vor jedem Start.
Neue Funktionen starten immer auf Grün oder Gelb. Rot gibt es erst, wenn du es nach ein paar Wochen ausdrücklich willst.
Such dir den kleinsten Zeitfresser aus. Nimm aus deiner Liste aus Lektion 4.1 etwas Kleines, das nur lesen und zusammenfassen muss. Gute erste Funktionen:
- die neuesten Dateien in deinem Download-Ordner zeigen, etwa neue Rechnungen,
- eine Wochenübersicht aus einer Tabelle, die du dir sowieso herunterlädst,
- einen Vorschlag, wie ein unordentlicher Ordner aufgeräumt werden könnte, ohne selbst etwas zu verschieben.
Lieber klein und klappt als groß und hakt.
Erzähl deinem Assistenten, was dich nervt. Bei der geführten Einrichtung kommt dieser Schritt von selbst. Später startest du ihn jederzeit so:
Ein normaler Satz ohne /neue-funktion geht genauso.
/neue-funktion Mich nervt, dass ich jeden Montag in meinem Download-Ordner die Rechnungen der letzten Woche zusammensuchen muss. Das dauert etwa 15 Minuten.
Beantworte die Rückfragen. Dein Assistent löst nicht sofort, sondern fragt nach, eine Frage nach der anderen: Was passiert heute genau? Wie oft, wie lange? Welche Programme? Woran merkst du, dass es gelöst ist? Sind Daten anderer Menschen dabei? Dann rechnet er grob aus, wie viele Minuten im Monat du sparst. Lohnt es sich nicht, sagt er es ehrlich und schlägt vielleicht etwas Einfacheres vor.
Lies den Vorschlag. Er besteht immer aus diesen Teilen:
- was er bauen würde, aus deiner Sicht beschrieben,
- was du dafür tun musst,
- worauf die Funktion zugreift und mit welcher Stufe,
- was es kostet, an Geld und an Zeit,
- was schiefgehen kann,
- bei mehreren Wegen eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen und seine Empfehlung.
Dazu sagt er, ob er nach einer geprüften Bauanleitung aus dem Bauplan baut oder etwas Neues. Bei Neuem testet er besonders gründlich. Dann fragt er: „Soll ich das so bauen?“
Gib dein Ja und schau beim Bauen zu. Dein Assistent legt einen eigenen Unterordner in funktionen an, mit einer kurzen Anleitung in Alltagssprache: was die Funktion tut, welche Stufe sie hat, wie du sie benutzt und wie du sie abschaltest. Bei jeder Freigabe-Frage sagt er dir vorher in einem Satz, was gleich gefragt wird und warum.
Mach den Probelauf. Die Funktion läuft einmal mit echten oder Beispiel-Daten. Schau dir das Ergebnis genau an.
Erst wenn du sagst „passt“, wird sie eingeschaltet, in gedaechtnis/funktionen.md eingetragen und mit einer Sicherung festgehalten.
Das ist fast richtig. Zeig mir nur PDF-Dateien und nur die letzten sieben Tage.
Benutz sie im Alltag. Bei „Nur am Laptop“ öffnest du deinen Assistenten in Claude Code und sagst zum Beispiel:
Mit dem eigenen Fenster aus Lektion 4.5 startest du Funktionen auch per Klick oder Stimme, mit Telegram aus Lektion 4.7 vom Handy.
Neue Rechnungen?
Kenn den Unterschied zu „Geplant“ in Claude. Vielleicht kennst du aus dem Baustein „Morgenbericht“ die geplanten Aufgaben in Claude. Das ist ein Auftrag, den Claude selbst zu festen Zeiten wiederholt.
| Geplante Aufgabe in Claude | Funktion deines Assistenten | |
|---|---|---|
| Wo sie läuft | meist in der Cloud bei Anthropic, dein Rechner darf aus sein | auf deinem Rechner, er muss an sein |
| Was sie kann | was Claude mit Websuche und verbundenen Diensten kann | auch Dateien und Programme auf deinem Rechner, mit Tresor-Zugängen |
| Wo das Ergebnis landet | in Claude unter „Geplant“ | im Gespräch, im eigenen Fenster oder per Telegram |
| Kosten | ab Pro, kein Extra | ab Pro, kein Extra |
Beides hat seinen Platz. Für „jeden Morgen eine Zusammenfassung aus dem Internet“ reicht oft die geplante Aufgabe. Für alles mit deinen eigenen Dateien ist die Funktion besser.
Ich mache gerade die Lektion „4.4 Wiederkehrendes abgeben: deine erste Funktion“ im AWA Campus und hänge bei diesem Schritt: … Erklär ihn mir bitte einfacher, Schritt für Schritt. Ich bin Anfänger.
- dein Assistent eine erste Funktion auf Stufe Grün oder Gelb hat,
- sie in
gedaechtnis/funktionen.mdsteht, - du sie einmal ausprobiert und nach deinen Wünschen angepasst hast,
- du weißt, wann eine geplante Aufgabe in Claude reicht und wann eine eigene Funktion besser ist.
Wörter erklärt
- Funktion: ein kleines Programm im Ordner deines Assistenten, das eine bestimmte Aufgabe immer wieder erledigt.
- Stufe: wie viel eine Funktion selbst tun darf: nur lesen, Entwurf oder selbst handeln.
- Probelauf: die Funktion einmal ausprobieren, bevor sie eingeschaltet wird.
- Geplante Aufgabe: ein Auftrag, den Claude selbst zu festen Zeiten wiederholt, ab Pro.
- Cloud: Rechner eines Anbieters im Internet, die laufen, auch wenn dein Gerät aus ist.