Deine eigene Oberfläche
Danach entscheidest du, ob du bei „Nur am Laptop“ bleibst oder ein eigenes Fenster im Browser willst, und kennst Kosten und Datenfluss von Stimme und Mikrofon.
Stand 24. Oktober 2026 · Wir prüfen die Inhalte regelmäßig gegen die aktuellen Programme. Was ist neu?
Bis jetzt redest du mit deinem Assistenten direkt in Claude Code. Das reicht vielen völlig. Wer mehr will, bekommt ein eigenes Fenster im Browser: mit einer leuchtenden Figur, „Hallo [Name]“, Kacheln für Funktionen, Kosten und Erinnerungen, und auf Wunsch mit Stimme. Es sieht am Ende so aus, wie du willst. Das Fenster ist auch die Grundlage für Erinnerungen (Lektion 4.6) und Telegram (Lektion 4.7). Hier erfährst du, was es kann, was du brauchst und wohin dabei deine Daten gehen.
Schritt für Schritt
Entscheide: Laptop oder eigenes Fenster?
| Weg | Pro | Contra | Kosten |
|---|---|---|---|
| Nur am Laptop (in Claude Code) | sofort da, kein Zusatzprogramm, am sichersten | keine Erinnerungen von allein, kein Telegram | 0 € |
| Eigenes Fenster im Browser | eigene Figur, Kacheln, Funktionen per Klick, auf Wunsch Stimme, Grundlage für Erinnerungen und Telegram | mehr Einrichtung, läuft nur, solange es gestartet ist | 0 € (natürliche Stimme extra, siehe unten) |
Du kannst beides haben: Gebaut und geändert wird immer in Claude Code, im Fenster fragst du und startest Funktionen.
Bleibst du bei „Nur am Laptop“: Leg dir eine Verknüpfung zum Ordner an, zum Beispiel in die Seitenleiste des Finders oder Explorers. Wenn du lieber sprichst als tippst, nutz die Diktierfunktion deines Rechners: Auf dem Mac die Diktierfunktion, unter Windows Windows-Taste + H. Oder Wispr Flow aus Lektion 2.3. Dann kannst du hier aufhören und bei Lektion 4.8 weitermachen.
Gestalte zuerst. Wenn du das Fenster willst, startet dein Assistent mit der Gestaltung.
Zieh gern Bilder, Bildschirmfotos oder Links von Dingen ins Fenster, die dir gefallen. Dein Assistent schlägt dir zwei bis drei unterschiedliche Richtungen vor und baut die, die du wählst. Den Stil bekannter Filmfiguren nachempfinden ist in Ordnung, Logos und Originalbilder übernimmt er nicht.
/aussehen Ich möchte ein eigenes Fenster für dich. Ich mag es ruhig, dunkel und mit einem warmen Orange.
Entscheide ehrlich über die Stimme.
| Weg | Pro | Contra | Kosten |
|---|---|---|---|
| Nur schreiben | ruhig, privat, nichts hört mit | weniger „Film-Assistent“-Gefühl | 0 € |
| Er spricht, du schreibst | Antworten zum Zuhören, kein Mikrofon | die kostenlose Stimme klingt nach Computer | 0 € |
| Ganz mit Stimme | Hände frei, „Hallo [Name]“ | deine Sprache geht zur Erkennung an Google oder Apple; die kostenlose Stimme klingt nach Computer | 0 € |
Du kannst jederzeit umschalten: „Schalte Stimme und Mikrofon aus“ genügt.
Versteh, wohin dein Gesprochenes geht. Das Fenster nutzt die Spracherkennung des Browsers, also die eingebaute Funktion, die Gesprochenes in Text verwandelt. Dafür schickt der Browser deine Aufnahme an einen Dienst im Internet: bei Chrome an Google, bei Safari an Apple. Im Firefox geht es nicht. Eine Variante, die alles auf deinem Rechner lässt, kann dein Assistent auf Wunsch bauen, das ist aber mehr Einrichtung und noch keine geprüfte Bauanleitung im Bauplan.
Versteh die Stimme. Die Stimme kommt kostenlos von deinem Rechner. Über den Knopf „Stimme wählen“ im Fenster hörst du alle Stimmen probe und stellst Tempo und Tonhöhe ein. Ehrlich: Sie klingt nach Computer. Auf dem Mac gibt es bessere kostenlose Stimmen unter Systemeinstellungen, Bedienungshilfen, Gesprochene Inhalte. Wirklich menschlich klingt es nur mit einem bezahlten Dienst wie ElevenLabs. Dafür brauchst du ein eigenes Konto und Abo. Das kleinste reicht nur für etwa eine halbe Stunde Sprache im Monat, für einen gesprächigen Assistenten brauchst du eher das nächstgrößere. Diesen Weg gibt es im Bauplan noch nicht als geprüfte Bauanleitung. Dein Assistent baut ihn auf Wunsch und sagt dir dann, dass es Neuland ist.
Prüf, was dein Rechner braucht. Das Fenster ist ein kleines Programm in der Sprache Python, also einer Programmiersprache, die auf deinem Rechner installiert sein muss.
- Mac: Meist ist Python da oder kommt mit dem Fenster von Apple, das du von Git kennst.
- Windows: Python lädst du kostenlos von python.org. Dein Assistent begleitet dich.
Dazu muss Claude Code im Terminal angemeldet sein, nicht nur in der Desktop-App. Das Fenster fragt nämlich im Hintergrund dein Claude Code. Hast du in Lektion 3.2 den optionalen Terminal-Schritt gemacht, bist du fast fertig. Sonst begleitet dich dein Assistent: Terminal öffnen, claude eingeben, dann /login.
Lass das Fenster bauen.
Dein Assistent fragt dich, wer im Fenster „denkt“. Die Empfehlung zum Start ist dein eigenes Claude Code mit deinem Abo, ohne Extrakosten. Ein eigener API-Schlüssel wäre schneller und unabhängig von deinem Abo, kostet aber nach Verbrauch. Ein API-Schlüssel ist ein Zugang, mit dem ein Programm statt eines Menschen Claude benutzt.
Bau mir jetzt mein eigenes Fenster nach der Gestaltung, die wir ausgesucht haben. Denk mit meinem Claude-Abo, nicht mit einem eigenen Schlüssel.
Starte dein Fenster.
- Mac: Im Ordner
oberflaechedoppelt aufstart.commandklicken. Beim ersten Mal fragt der Mac eventuell nach, weil er das Programm nicht kennt. Dein Assistent erklärt dir, wie du es trotzdem öffnest. - Windows: Im Ordner
oberflaechedoppelt aufstart.batklicken.
Es öffnet sich ein schwarzes Startfenster und dein Browser mit deinem Assistenten. Das schwarze Fenster muss offen bleiben, solange er laufen soll. Erlaube das Mikrofon nur, wenn du mit Stimme arbeiten willst.
Probier es aus. Klick auf die Figur oder drück die Leertaste und sprich, oder tipp einfach. Frag „Was kannst du?“ und starte deine erste Funktion mit dem Knopf daneben.
Feinschliff.
So oft du willst. Danach macht dein Assistent eine Sicherung.
Die Kugel ist mir zu hektisch, mach die Bewegung ruhiger. Und die Antworten bitte kürzer.
Ich mache gerade die Lektion „4.5 Deine eigene Oberfläche“ im AWA Campus und hänge bei diesem Schritt: … Erklär ihn mir bitte einfacher, Schritt für Schritt. Ich bin Anfänger.
- du entschieden hast: nur am Laptop oder eigenes Fenster,
- wenn Fenster: es startet, deine Figur zeigt und auf „Was kannst du?“ antwortet,
- du bewusst entschieden hast, ob Stimme und Mikrofon an oder aus sind,
- du weißt, was eine natürliche Stimme kosten würde und wohin dein Gesprochenes geht.
Wörter erklärt
- Oberfläche: das, was du siehst und bedienst, um mit deinem Assistenten zu reden, hier ein Fenster im Browser.
- Spracherkennung: eine Funktion, die Gesprochenes in Text verwandelt.
- Systemstimme: die eingebaute, kostenlose Vorlesestimme deines Rechners.
- Python: eine Programmiersprache. Das Fenster ist darin geschrieben, deshalb muss sie installiert sein.
- API-Schlüssel: ein Zugang, mit dem ein Programm statt eines Menschen Claude benutzt, bezahlt nach Verbrauch.
- Ausgabenlimit: eine Obergrenze, über die ein bezahlter Dienst im Monat nicht hinausgeht.